Die sogenannte negative Theologie ist ein Spiegelbild des absoluten qualitativen Unterschiedes zwischen dem Wesen Gottes und dem Geist des Menschen der es zu begreifen beansprucht. Die vierzehnte Auflage von Windelband-Heimsoeth, "Lehrbuch der Philosophie leitet die negative Theologie auf die Lehren der Neupythagoreer zurueck, Sie bezeichneten das Goettlichen mit der Einheit oder mit der Zahl eins. Den eigentlichen Ursprung dieser Lehre aber findet Windelband in den Schriften des juedischen Philosophen Philo, der einen Unterschied zwischen Gott und allen endlichen Dingen erkannte, so grosz, dasz ihm ueberhaupt keine Eigenschaften zugesprochen werden koennen. Gott ist so weit ueber allem Irdischen, dasz man nichts ueber ihn zu sagen vermag, auszer dasz ihm keine Eigenschaften anberaumt werden koennen. Die Ausdruecke, welche der Geist des Menschen irdischen Dingen beilegt sind auf Gott nicht anwendbar. Philo's interpretation was accepted by the Christian apologists, especially Justinian, and by some of the Gnostics. According to Windelband, similar notions occur in Neoplatonism, and in Plotinus who postulates a formless unity which is prior both to the spiritual and to the physical world. Plotinus' successors went even further: Iamblichos wrote of God as an unspeakable origin (pante arretos arche). The only attribute of God which this ancient "negative theology" permitted was infinity. God was boundless, literally indefined and undefinable. Subsequently, the boundlessness of deity became an important theme of medieval mysticism. Deshalb aber musz der Urgrund aller Dinge, die Gottheit, ueber Sein und Erkenntnis hinausliegen; sie ist Uebervernunft, Uebersein, ihr fehlt jede Bestimmung, sie ist "Nichts". Aber diese "Gottheit" der negativen Theologie offenbart sich in dem dreieinigen Gotte, und der seiende und erkennende Gott schafft aus dem Nichts die Kreaturen deren Ideen er in sich erkennt; denn dies Erkennen ist sein Schaffen. (Windelband 287) Beyond medieval mysticism, Spinozas definition of God as substance has been construed as an expression of negative theology. I ask whether one might not identify negative theology much earlier than does Windelband. I interpret the reluctance of the Jews even to voice the Name of God as indicating that nothing can be said about God which does not contradict his being. My surmise that negative theology is especially congenial to the Jewish experience of deity, appears to be corroborated by the circumstance that two of its most prominent representatives, Philo and Spinoza drew heavily upon the Jewish tradition. It may be argued that there is an inconsistency in the Ten Commandments to the extent that they both constrain the naming of God (Thou shalt not take the name of the Lord thy God in vain) but then proceed to a functional definition of God in the articulation of his will. Perhaps Moses breaking the tablets of the law may reflect not (only) his anger with the idolatry of the people of Israel but his frustration and despair with the paradox that an infinite and unknowable God should express himself so explicitly on tablets of stone, where especially the last eight of those commandments appear to be incompatible with the inscrutable anonymity of their author. In any event, negative theology seems to be integral to the Judaic-Christian tradition, and the logical discontinuity between negative theology and its opposite, positive theology, is vividly reflected both in the content and in the style of Bonhoeffer's work. Schon Bonhoffer's Dogmatik, welche die Kirche statt Gott als ihren Ansatzpunkt waehlt, geht dem der Frage nach den Eigenschaften Gottes aus dem Wege. Die durch Kant eingefuehrte Unterscheidung von Subjekt und Objekt erlaubt eine Praezisierung der negativen Theologie. Wir koennen nun sagen, dasz es unmoeglich ist etwas Objektives von Gott auszusagen, ohne das weite und fruchtbare Feld subjektiver Gotteserkenntnis einzuengen (zu beeintraechtigen). Die Triftigkeit dieser Schluszfolgerung ergibt sich aus einer Betrachtung des Gegenteils. Angenommen, der Mensch vermoechte Buendiges ueber Gott auszusagen, so haetten wir erstens dann so viele Goetter wie Menschen, denn ein jeder von uns wuerde sich den eigenen Gott zurechtzimmern, und ihm die eigenen Eigenschaften zulegen. Der Bauer wurde sagen, Gott ist ein Bauer, der Physiker, Gott ist ein Physiker, der Gelehrte, Gott ist ein Professor, ... und darauf hin wuerden wir uns gegenseitig in die Haare kriegen und und gegenseitig beschimpfen, bekaempfen und zuletzt ermorden. Schon mit der Menschlichkeit unserer Aussagen wuerden wir zu beweisen scheinen, dasz es einen Gott nicht gibt; oder wenn es ihn gibt, dasz wir nicht an ihn glauben sondern nur an die Goetzen die wir uns nach den eigenen Maszen geschneidert haetten. So fuehrt die menschliche Anmaszung Gott darzutun, in dialektischer Weise, zu dessen Verhuellung. Umgekehrt offenbart sich das Goettliche in der Welt auch ohne menschlichen Beistand, und tut dies umso glaenzender im Schatten menschlicher Verneinung. So also das Paradox, dasz der welcher Gott zu besitzen beansprucht, mit seinem Anspruch auf Besitztum seine Gottlosigkeit bezeugt, waehrend derjenige von der Gott schweigt, oder ihn gar verneint, ihm damit die groeszte Ehre antut. Das ist die entgueltige Bedeutung von Nietzsches Philosophie. Beachtenswert ist auch Bonhoeffers Aueszerung, dasz Gott in die Person als Subjekt eingeht. Danach verstehe ich Bonhoeffers Gottesbegriff vergleichbar mit dem Ichbegriff, welcher auch seines Wesens nach nicht objektiv spezifiziert werden kann. Auch hier ein Anschlagen an Nietzsche's Betonung des Ich, im Gegensatz zur objektiven Vielheit der Menschen, im Gegensatz zur Herde. Bonhoeffer sieht aber in seinen spaeteren Schriften von Ausfuehrung dieser technich theoretischen philosophischen Begriffe ab. Es mag sein dasz er das Paradox, den Widerspruch, erkannt hat der die Subjektivitaet, sei es des Menschen oder des Gottes, objektiv darzustellen beansprucht. Wo die objektive Wirklichkeit Gottes ausfaellt, da vermag der Mensch nichts ueber Gott auszusagen, denn die Aussage ueber ein Ding ist das Merkmal, das Zeichen, der Inbegriff seiner Objektivierung. Die schlichte, anspruchslose Beziehung auf Gott bleibt umso staerker, eindrucksvoller und wirksamer, weil sie unartikuliert, unausgesprochen bleibt. Die Haeufigkeit mit welcher Bonhoeffer seine Ausfuehrungen mit einer Berufung auf Gott oder Jesus Christus bekraeftigt ist vor allem bemerkenswert insofern er dennoch nichts positives ueber die Beschaffenheit des Goettlichen aussagt. Sein Bestreben ist die Wirksamkeit des Goettlichen im Gemuete des Frommen zu konstatieren. Diese Anrufe sind Zeugnisse (testimony) fuer die Wirklichkeit Gottes. Er laeszt die biblischen Aussagen, bezw. Berichte ueber Gott und Christus auf sich beruhen; Er unterlaeszt es sie zu verzieren oder erweitern. Es ist ein Audruck des Geistes der negativen Theologie, dasz Bonhoeffer es noch nicht einmal fuer noetig haelt sie gegen Angriffe, wie etwa von Seite Nietzsches, zu schuetzen. Denn Gott behauptet sich selbst. Zwar ist es moeglich seine negative Theologie zu aeuszern in dem man sich ausdruecklich zu ihr bekennt, etwa wie Philon, Eckhart oder Spinoza, indem man eine dogmatische Behauptung aufstellt, wie etwa, "Ueber Gott laeszt sich sich nichts Menschliches aussagen," oder aber inbegriffen, im Sinne bonhoefferscher Ethik, indem man bei aller ausgesprochenen Bemuehung um das Goettliche, es dennoch unterlaeszt die Unendlichkeit des Goettlichen durch beschreibende Bestimmungen (Spezifikationen) anzutasten. Diese Zurueckhaltung aeuszert sich in dem Verzicht Gott oder Jesus Christus dogmatisch zu definieren. Sie aeuszert sich aber noch kraeftiger in dem Verzicht sich als Richter ueber Gottes Gesetz zu erheben. Bonhoeffer enthaelt sich nicht nur der Versuchung Gottes Namen, seinen Wohnort, seine Adresse im Universum, seine Eigenschaften oder auch seinen Beruf zu bestimmen; er schreckt auch davor zurueck, den Willen Gottes als Urteilender oder Richtender fuer sich in Anspruch zu nehmen. Nur subjektiv, als auf Gottes Wort Hoerender, als Gottes Gebot unter den gegeben Umstaenden Gehorchender offenbart er jeweilig in den eigenen Handlungen das goettliche Gebot an ihn und nur an ihn. So etwa die Hervorhebung des Tuns ueber das Richten. Tun ist subjektive Erfuellung des Gesetzes; Richten ist die anmassende Objektivierung, Vergegenstaendlichung des Gesetzes. Die objektive Erfuellung des Gesetzes in den Augen der Menschen ist Heuchelei. Nur inwendig, subjektiv, gemaesz den Forderungen Gottes in der konkreten Situation darf, kann Gottes Gesetz erfuellt werden. Gegenueber dieser Deutung von Bonhoeffer's Theologie als negativer Theologie, muessen wir nun die positiven Ausfuehrungen erklaeren welche Bonhoeffer ueber den Willen Gottes macht; denn dasz auch er, in der Aussetzung seiner vier goettlichen Mandate, Gottes Willen zu definieren beansprucht soll nicht bestritten werden. Es liegt darin ein Widerspruch einerseits zu sagen, "Richtet nicht", und andererseits die Regeln aufzustellen nach denen der Pfarrer jedenfalls die Beichte der Gemeindemitglieder hoert. Auch meine ich bemerkt zu haben, dasz es gerade die moralischen Postulate sind, die Bonhoeffer in den Mandaten aufstellt, welche in ihrer durch Bonhoeffer's Inwendigkeit bestaerkte Eindringlichkeit (impressiveness) die Beteiligten an dieser Diskussionsgruppe ungebuehrlich beeindruckt haben, und sie zu dem Miszverstaendnis von Bonhoeffers als einer Moraltheologie verleitet haben. Die ueberzeugendste Erklaerung welche ich fuer diesen Widerspruch oder scheinbaren Widerspruch finden kann, ist die Deutung der Mandate als Predigt, als Auslegung der Schrift fuer die Gemeinde, als Erfuellung der spezifischen Pflicht des Pfarrers, Gottes Wort der Gemeinde zugaenglich zumachen. Doch sind auch diese Mandate ihrem Stil entsprechend viel zu allgemein, viel zu dogmatisch, viel zu doctrinaer um in ihrer dargebotenen Gestalt als Predigt zu taugen. Ich deute sie als Notizen, als Aufzeichnungen, welche der Pfarrer sich vorbereitend fuer sein seelsorgisches Amt, sei es nun Predigt oder Beichte, aufgezeichnet hat; und es sollte mich wundern wenn er in der Anwendung seiner Maxime anders verfuehre, als auf die konkrete, umstaendliche Lage in welcher er sich auf sie verlaeszt hineinzufuehlen, und somit die Schuld und den Schmerz des Suenders oder der Suenderin welche sich aus der Notlage der Suende ergibt, mit ihm oder mit ihr zu tragen; indem der Pfarrer sich mit dem Betroffenen in einer Weise gleichstellt, die es ihm ermoeglicht, in der konkreten Situation an der Suendenlast des Bueszers mitzutragen. Das waere die praktische moralische Auswirkung einer negativen Theologie. But it is not only on the ethical but also in the epistemological aspects of his theology, that the discontinuity between positive and negative theology becomes apparent. In the first place we consider Bonhoeffers acceptance of the Jesus of the Gospels, the incarnation, in which God defined himself as human. One might think that this would put an end to any controversy or uncertainty about negative theology; but in fact it does not. It only translates the scene on which the competition between positive and negative theology is carried out. And the appearance of the Messiah, far from resolving the theological problem makes it infinitely more difficult. For while the God of the Old Testament is far more susceptible to negative theologic interpretation; the emotional and figurative immediacy of Jesus, whose very humanity so impresses us, of whom we are tempted to speak as of a guest in our living room or an honored speaker at our conventions. The paradox is that Jesus is like us and not like us. To defamiliarize Jesus, assert his infinity, to place him in the universe as a cosmic force, to apply to him, whose finite earthly sojourns have been so eloquently and persuasively recorded in the gospels, the parentheses of negative theology is a task of which only the beginning has been made. And yet the human, the familiar Jesus, the Jesus at the barbeque does not satisfy our needs and seems somehow wrong, primitive, idolatrous. It is perhaps not unfair to argue that Bonhoeffer evades this problem; and he evades it in a manner which is both conventional and unique. Bonhoeffers habit of invoking God or Jesus Christ is of course his priestly prerogative, but nonetheless we in attempting to understand and to interpret him, must ask ourselves what it is that he means, what it is that he is saying or trying to say when he appends to a sentence which is apparently complete in meaning, the words, through Jesus Christ or in Jesus Christ. The positivistic philosophers of recent memory (no relation to positive theologians) tell us that a sentence is meaningful to the extent that it is mathematically parsable, that it can be translated into algorithms of mathematical logic, to the extent that it can be represented in the binary logic of electronic computing. Bonhoeffer's invocations of God and Jesus Christ fail this test. To say that they have an emotive, a poetic meaning is to come closer to the truth. I think they are in fact expressions of negative theology; expressions of the fact that the nature of God and of Jesus as God is such as to be beyond decription. When Bonhoeffer invokes God or Jesus Christ in this manner, he in effect lapses into a metalanguage which is indicative of the undefinablilty of God. The construction which should be placed upon this metalanguage is a separate topic which I would like to defer for the time being. I am also impressed by the profusion in all of Bonhoeffer's writing that I have read of references to God without any attempt at elaboration or explanation; so that the crude inference might be made that the attributes of God should be so universally known that any enumeration of them was superfluous, or that the references to God were a kind of ritual incantation without deeper meaning. The frequency with which Bonhoeffer refers to God is of course equalled or exceeded by the frequency with which he invokes Jesus Christ, of whose life we have an historical record so that with reference to Jesus the concept of negative theology should be inapplicable. This circumstance leads me to suggest an expansion of the concept of negative theology. If the proposition that nothing can be articulated about the _existence_ of God except for negatives, what he is not, is supplemented with the proposition that anything that can be articulated about the _function_ of God in the experience of individuals is inadequate to the fullness of that experience, then Bonhoeffers frequent unqualified allusions to Jesus Christ will also begin to fit into a framework of negative theology. Finally, in the context of our discussions about Bonhoeffer and Nietzsche, that the statement that God is dead acquires a different significance in the context of negative theology. For if the statement that "God is alive" is meaningless (and therefore harmless) with respect to the reality of God inasmuch as he is beyond all description, then the statement that "God is dead" is equally meaningless and therefore equally harmless with respect to the reality of God. But if in the light of negative theology the statement "God is alive" is misleading and deceptive in so far as God's living whatever it be, is so beyond our power to conceive, then the statement "God is dead", while saying nothing about God, serves to neutralize and to render spiritually harmless the misleading claims about God's life. The corollaries of negative theology are important. If all that can be said truly of God is negative, the positive statements purporting to assert characteristics or qualities of God fail in their intent, The god who is so named would be an idol. And the true believer is a public atheist, it is not he whom Jesus describes as praying on the street corners in public, but who shuts the door of his closet before he prays to the father in secret. Matthew 6:5-6. The person whose life is suffused by the presence of God will hardly be offended by the atheist. Since he cannot conceive of a godless world, he will be inclined to assume that the atheist has only retired to his closet and shut the door before saying his prayers. Thus atheism, far from being a rejection, is actually, in its "Umwertung aller Werte" an affirmation of God. ================= Das Kommen Christi bewirkt eine voellige Aenderung, einen gaenzlichen Umschlag der Aufgabe der negativen Theologie. Denn wenn zuvor die negative Theologie davor bewahrt hatte, Gott mit menschlichem Masze zu messen, so wird, da Gott selbst als Mensch erscheint, die bisherige Aufgabe umgekehrt. Das Christentum laeszt sich als Widerrufung jeglicher negativen Theologie deuten, denn Gott erscheint nun in unmittelbarer Menschengestalt mit Christi Erscheinen ist alle Unsicherheit ueber die Eigenschaft Gottes zerstoben. Doch ist die Gewiszheit ueber die Eigenschaften des Goettlichen keineswegs allgemein befriedigend. Auch sie bedarf noch der Deutung. Es gibt denn auch verschiedene Richtungen der Deutung. Tatsaechlich sind manche Christen mit dem Versuch die Bibel buchstaeblich zu erklaren zufrieden. Fuer andere aber, Bonhoeffer eingeschlossen, ist die buchstaebliche Auslegung der Bibel unbefriedigend Diese Unzufriedenheit braucht keineswegs als Untreue der Bibel als dem Wort Gottes gedeutet zu werden. Die schlichte Tatsache ist doch, dasz der Bibeltext keineswegs eindeutig ist, sondern dasz er der Auslegung und Erklaerung bedarf, und aus diese Deutung bietet dann die Gelegenheit das eigene Verstaendnis und die Ehrfurcht, die Empfindlichkeit an den Tag zu legen. Mit der Inkarnation Gottes scheint das Christentum die Behauptungen der negativen Theologie ein und fuer alle mal zu widerlegen, insofern als sich Gott in die unmittelbare Naehe der Menschen zu begeben scheint, und der Fernste zum Naechsten wird. Dies waere der Fall, wenn Christus als ein irdischer Herrscher erschiene, wenn das Reich das er gruendete "von dieser Welt" waere. Das ist auch wahr, insofern als Christus der Gott der jungfraeulichen Geburt, der Wunder, der Heilungen, der Auferstehung und der Himmelfahrt ist. Oder sollte all dies Wunderbare Hinweis darauf sein, dasz auch Jesus uns unbegreiflich ist. So, jedenfalls scheint Bonhoeffer das Menschentum Gottes zu deuten. Er erwaehnt, im Zusammenhang von Nietzsche Rat zur Fernsten statt zur Naechstenliebe, dasz Jesus dem Menschen alles andere als der Naechste, naemlich der Fernste ist. Wie werden wir das deuten? Es gibt zwei Moeglichkeiten. Einerseits, dasz wir uns damit begnuegen, that we take it at face value, andererseits, dasz wir es als Bildsprache unseres Nichtbegreifens auslegen. Anderen hat er geholfen, und kann sich selbst nicht helfens; ist er der Koenig Israels so steige er herab vom Kreuz, dann wollen wir ihm glauben. Christus will alles andere als weltlicher Herrscher sein. Das entgegengesetzte aber ist der Fall. Gott erscheint in der Gestalt der Armut und Verachtung. Sind die Eigenschaften Gottes die Armut, die Einsamkeit, die Verachtung, dann ist die Gottheit auch aufgehoben. Oder diese Eigenschaften Christi sind nur eine Maske ein Schirm dahinter der unsichtbare und von uns, sonst unerkennbare Gott waltet und wirkt? Was wissen wir denn von dem wirklichen Christus? Wenn wir nun annehmen, glauben an die Gottheit Christi, so koennen wir diese menschlichen Eigenschaften welche er angemonmmen hat um zu uns in Beziehung zu treten, um uns zu erlosen, unmoeglich als die entgueltigen, entscheidenden erkennen. Bedeuten sie nicht geradezu dasz wir von der Wirklichkeit Gottes nichts wissen? Dasz uns Christus unbegreiflich ist, dasz wir uns auf ihn beziehen, dasz wir durch ihn wirklich werden. Da kommt es auf die Auslegung an, mit welcher der Exeget den Text erklaert. Die Bibel ist so reich an Bildern und Vorstellungen. Und es ist nicht unbillig festzustellen dasz der Sinn der Schrift auch groeszten Teils in sie hineingelegt wird.