Dear Marion, Thank you for your letter. You ask: _ Would you give me a few examples where you deemed _ the recommended or standard treatment for a condition _ to be unwise because of the characteristics of an _ individual patient? You should have asked me instead why I beat my grandmother, or why I have six fingers on each hand. There's something wrong with the question. I can't answer it. You challenge my hypothesis that history is fiction. So it's back to square one, which is o.k. by me. I love to write, and if you want to read the same tale over and over and over again, repetition may not be good for the soul, but it's good for the ego. Let me however take you on a detour of sorts, - as so often by way of my childhood. My mother had a frivolous sense of humor; she liked to tease and to tickle, making my father cross. "Ach, Du hast ja gar keinen Humor," she would say, and he would agree, churlichly, "Nein, ich habe keinen Humor." But he did; my father had a profound, serious sense of humor. Here's a story my father liked to tell. Jacob was a simple, unassuming Jew whom the Catholics had caught and converted to Catholicism. One Friday, the Priest paid him a visit and found him eating a goose. "But Jake, the Priest said, (actually he said in in German: Aber Jakobchen,..." I explained you must eat meat only of fish on Fridays." "So I did," Jakobchen replied, "Don't you remember Father, saying to me: "Du warst 'n Jud, du warst 'n Jud, jetzt bist 'n Christ." Genauso hab ich's mit der Gans gemacht, hab ihr gesagt: "Du warst 'ne Gans, du warst 'ne Gans, jetzt bist 'n Fisch." The story, of course, speaks eloquently about Onkel Heinz' understandinmg of his conversion about which Onkel Fritz was so critical. I repeat it, not to shed light on that hypothetical religious happening 85 years ago, but as a disclaimer, notwithstanding the torrent of my words, of any intention of converting you to my point of view concerning anything at all. You may remember at the inception of our correspondence, a discussion about the historicity of Darwin's paleontologic universe, which is for you the ultimate reality, but which I consider intelligent and sophisticated fiction, eine Geschichte, a fairy tale of sorts. For you the pterosaur is as real and compelling as the warbler or the chickadee on your Wisconsin farm. Not so for me. My witness: Hugo von Hofmannsthal and his poem about the transience of existence. Terzinen über Vergänglichkeit (I-IV) _ TERZINEN ÜBER VERGÄNGLICHKEIT I Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen: Wie kann das sein, daß diese nahen Tage Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen? Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt, Und viel zu grauenvoll, als daß man klage: Daß alles gleitet und vorüberrinnt. Und daß mein eignes Ich, durch nichts gehemmt, Herüberglitt aus einem kleinen Kind Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd. Dann: daß ich auch vor hundert Jahren war Und meine Ahnen, die im Totenhemd, Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar, So eins mit mir als wie mein eignes Haar. II Die Stunden! wo wir auf das helle Blauen Des Meeres starren und den Tod verstehn, So leicht und feierlich und ohne Grauen, Wie kleine Mädchen, die sehr blaß aussehn, Mit großen Augen, und die immer frieren, An einem Abend stumm vor sich hinsehn Und wissen, daß das Leben jetzt aus ihren Schlaftrunknen Gliedern still hinüberfließt In Bäum' und Gras, und sich matt lächelnd zieren Wie eine Heilige, die ihr Blut vergießt. III Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen, Und Träume schlagen so die Augen auf Wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen, Aus deren Krone den blaßgoldnen Lauf Der Vollmond anhebt durch die große Nacht. ... Nicht anders tauchen unsre Träume auf, Sind da und leben wie ein Kind, das lacht, Nicht minder groß im Auf- und Niederschweben Als Vollmond, aus Baumkronen aufgewacht. Das Innerste ist offen ihrem Weben; Wie Geisterhände in versperrtem Raum Sind sie in uns und haben immer Leben. Und drei sind Eins: ein Mensch, ein Ding, ein Traum. IV Zuweilen kommen niegeliebte Frauen Im Traum als kleine Mädchen uns entgegen Und sind unsäglich rührend anzuschauen, Als wären sie mit uns auf fernen Wegen Einmal an einem Abend lang gegangen, Indes die Wipfel atmend sich bewegen Und Duft herunterfällt und Nacht und Bangen, Und längs des Weges, unsres Wegs, des dunkeln, Im Abendschein die stummen Weiher prangen Und, Spiegel unsrer Sehnsucht, traumhaft funkeln, Und allen leisen Worten, allem Schweben Der Abendluft und erstem Sternefunkeln Die Seelen schwesterlich und tief erbeben Und traurig sind und voll Triumphgepränge Vor tiefer Ahnung, die das große Leben Begreift und seine Herrlichkeit und Strenge. ======================= The message is that the reality of the past is akin to the reality of a dream. Please tell me why that isn't so. If you would like help with translation, please don't hesitate to ask. Jochen