Dear Marion, Thank you for your letter. In response, to become a bit more knowledgeable, I downloaded and read the original Zauberfloete libretto, an exercise less than edifying. What I found was a series of very superifical and not entirely consistent vignettes of the main characters, reminiscent of a carelessly drawn cartoon strip, far below Gary Trudeau's production and incomparably inferior to DaPonte's. The Queen of the Night, otherwise anonymous, is widowed. Her husband, Pamina's father, bequeathed to her all his wordly possesions except for "den siebenfachen Sonnenkreis", - which I infer to be a Masonic symbol, which he entrusted to his friend and confidante Sarastro, who was also designated as the Queen's and Pamina's guardian. The Queen, however, being a liberated woman ahead of her time, rebelled against Sarastro's masculine authority. - Betty Friedan where were you, when you were really, really needed? - and allies herself with the powers of darkness. (read: the Papacy) In this battle, Tamino and Pamina are pawns. Can they find happiness in a mixed marriage? If Tamino is converted to Zoroastranism may Pamina still marry him, and if she did what would happen then? The conflict between Catholicism and Enlightenment, it seems to me, is but thinly veiled in the original text, though somewhat attenuated and distorted by Mozart's selection of the passages he chose to set to music. SARASTRO Gerührt über die Einigkeit eurer Herzen, dankt Sarastro euch im Namen der Menschheit. - Mag immer das Vorurtheil seinen Tadel über uns Eingeweihte auslassen! - Weisheit und Vernunft zerstückt es gleich dem Spinnengewebe. - Unsere Säulen erschüttern sie nie. Jedoch, das böse Vorurtheil soll schwinden; und es wird schwinden, so bald Tamino selbst die Grösse unserer schweren Kunst besitzen wird. - Pamina, das sanfte, tugendhafte Mädchen haben die Götter dem holden Jünglinge bestimmt; dies ist der Grundstein, warum ich sie der stolzen Mutter entriss. - Das Weib dünkt sich gross zu seyn; hoft durch Blendwerk und Aberglauben das Volk zu berücken, und unsern festen Tempelbau zu zerstören. Allein, das soll sie nicht; Tamino, der holde Jüngling selbst, soll ihn mit uns befestigen, und als Eingeweihter der Tugend Lohn, dem Laster aber Strafe seyn. ================== KÖNIGINN Verdank es der Gewalt, mit der man dich mir entriss, dass ich noch deine Mutter mich nenne. - Wo ist der Jüngling, den ich an dich sandte? PAMINA Ach Mutter, der ist der Welt und den Menschen auf ewig entzogen. - Er hat sich den Eingeweihten gewidmet. KÖNIGINN Den Eingeweihten? - Unglückliche Tochter, nun bist du auf ewig mir entrissen. - PAMINA Entrissen? - O fliehen wir liebe Mutter! unter deinem Schutz trotz ich jeder Gefahr. KÖNIGINN Schutz? Liebes Kind, deine Mutter kann dich nicht mehr schützen. - Mit deines Vaters Tod gieng meine Macht zu Grabe. PAMINA Mein Vater - KÖNIGINN Übergab freywillig den siebenfachen Sonnenkreis den Eingeweihten; diesen mächtigen Sonnenkreis trägt Sarastro auf seiner Brust. - Als ich ihn darüber beredete, so sprach er mit gefalteter Stirne: Weib! meine letzte Stunde ist da - alle Schätze, so ich allein besass, sind dein und deiner Tochter. - Der alles verzehrende Sonnenkreis, fiel ich hastig ihm in die Rede, - ist den Geweihten bestimmt, antwortete er: - Sarastro wird ihn so männlich verwalten, wie ich bisher. - Und nun kein Wort weiter; forsche nicht nach Wesen, die dem weiblichen Geiste unbegreiflich sind. - Deine Pflicht ist, dich und deine Tochter, der Führung weiser Männer zu überlassen. PAMINA Liebe Mutter, nach allem dem zu schliessen, ist wohl auch der Jüngling auf immer für mich verloren. KÖNIGINN Verloren, wenn du nicht, eh' die Sonne die Erde färbt, ihn durch diese unterirdische Gewölber zu fliehen beredest. - Der erste Schimmer des Tages entscheidet, ob er ganz Dir oder den Eingeweihten gegeben sey. PAMINA Liebe Mutter, dürft ich den Jüngling als Eingeweihten denn nicht auch eben so zärtlich lieben, wie ich ihn jetzt liebe? - Mein Vater selbst war ja mit diesen weisen Männern verbunden; er sprach jederzeit mit Entzücken von ihnen, preisste ihre Güte - ihren Verstand - ihre Tugend. - Sarastro ist nicht weniger tugendhaft. - KÖNIGINN Was hör ich! - Du meine Tochter könntest die schändlichen Gründe dieser Barbaren vertheidigen? - So einen Mann lieben, der mit meinem Todfeinde verbunden, mit jedem Augenblick mir meinen Sturz bereiten würde? - Siehst du hier diesen Stahl? - Er ist für Sarastro geschliffen. - Du wirst ihn tödten, und den mächtigen Sonnenkreis mir überliefern. PAMINA Aber liebste Mutter! - KÖNIGINN Kein Wort! ==================== Sarastro's interest in and designs for Pamina seem to me ambiguous, and perhaps meaningfully so. I started to write "deliberately so", but that would be inappropriate. This libretto was composed without deliberation. I find it all the more interesting that Goethe discovered himself attacted to this kitsch. It's a nice thought and perhaps true, that art gives us access to the past; yet it seems to me such access would be too limited. I'm presently preoccupied with the metaphor of history as the virtually unbounded museum where we preserve and cherish what time has made no longer immediately accessible to us. Jochen