Dear Marion, Thank you for your thoughtful and impassioned defense of evidence. After I had mailed my letter, I felt embarrassed for having dismissed so out of hand your inquiry: _ Would you give me a few examples where you deemed _ the recommended or standard treatment for a condition _ to be unwise because of the characteristics of _ an individual patient? I was embarrassed because "recommended or standard treatment" is in my experience so misleading a concept: recommended by whom, standard by what criteria? Implicit in the reference to "a condition" is the assumption of reliable, consistent and realistic terminology to describe pathological situations. I understand well enough that such assumptions are nowadays official imperative. However, over the years they have proved less and less adequate for my professional work. Moreover I find the "characteristics of the individual patient" inseparable from each intellectual and emotional encounter. In consequence the characteristics of the individual patient invariably determine my evaluation and my advice. If you look at some of the Glaucoma Letters I published on the Internet, you can see how my peculiar approach to ophthalmology has worked out in practice. About the Hofmannsthal poem: _ TERZINEN ÜBER VERGÄNGLICHKEIT I Noch spür ich ihren Atem auf den Wangen: Wie kann das sein, daß diese nahen Tage Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen? Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt, Und viel zu grauenvoll, als daß man klage: Daß alles gleitet und vorüberrinnt. Und daß mein eignes Ich, durch nichts gehemmt, Herüberglitt aus einem kleinen Kind Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd. Dann: daß ich auch vor hundert Jahren war Und meine Ahnen, die im Totenhemd, Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar, So eins mit mir als wie mein eignes Haar. II Die Stunden! wo wir auf das helle Blauen Des Meeres starren und den Tod verstehn, So leicht und feierlich und ohne Grauen, Wie kleine Mädchen, die sehr blaß aussehn, Mit großen Augen, und die immer frieren, An einem Abend stumm vor sich hinsehn Und wissen, daß das Leben jetzt aus ihren Schlaftrunknen Gliedern still hinüberfließt In Bäum' und Gras, und sich matt lächelnd zieren Wie eine Heilige, die ihr Blut vergießt. III Wir sind aus solchem Zeug, wie das zu Träumen, Und Träume schlagen so die Augen auf Wie kleine Kinder unter Kirschenbäumen, Aus deren Krone den blaßgoldnen Lauf Der Vollmond anhebt durch die große Nacht. ... Nicht anders tauchen unsre Träume auf, Sind da und leben wie ein Kind, das lacht, Nicht minder groß im Auf- und Niederschweben Als Vollmond, aus Baumkronen aufgewacht. Das Innerste ist offen ihrem Weben; Wie Geisterhände in versperrtem Raum Sind sie in uns und haben immer Leben. Und drei sind Eins: ein Mensch, ein Ding, ein Traum. IV Zuweilen kommen niegeliebte Frauen Im Traum als kleine Mädchen uns entgegen Und sind unsäglich rührend anzuschauen, Als wären sie mit uns auf fernen Wegen Einmal an einem Abend lang gegangen, Indes die Wipfel atmend sich bewegen Und Duft herunterfällt und Nacht und Bangen, Und längs des Weges, unsres Wegs, des dunkeln, Im Abendschein die stummen Weiher prangen Und, Spiegel unsrer Sehnsucht, traumhaft funkeln, Und allen leisen Worten, allem Schweben Der Abendluft und erstem Sternefunkeln Die Seelen schwesterlich und tief erbeben Und traurig sind und voll Triumphgepränge Vor tiefer Ahnung, die das große Leben Begreift und seine Herrlichkeit und Strenge. You ask: Where I could most use some help in understanding is in the 3rd and 4th verses of part I.... I assume you mean the following: Und daß mein eignes Ich, durch nichts gehemmt, Herüberglitt aus einem kleinen Kind Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd. And that my own self, impaired by nothing has elided into the present from a small child which (child) is now uncannily silent and strange to me like a (pet) dog (whom I also can't understand). Hofmannsthals point is that even the person that I was as a child is no longer emotionally or intellectually accessible to me in my present state of mind. Dann: daß ich auch vor hundert Jahren war Und meine Ahnen, die im Totenhemd, Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar, Then: that I also existed a hundred years ago, and my ancestors, now enshrouded in funeral clothes, are related to me (as intimately) as my own hair. (In other words, a poetic anticipation of the miracle/mystery od DNA) and then part 4 which leaves me confused. Part 4 relates a dream in which one encounters women who one (might have) but never loved, and whoses whose triumphal spirits we only now become aware as we walk with them along the sides of silent ponds that glitter with the light of stars. This Part 4 reinforces the dreamlike memory of the past but does not, as I read it, provide additional insight. I find myself in complete agreement with your eloquent defense of evidence of historical reality, and yet I maintain my own perspective.