Subject: am 24. December 2011 From: Ernst Meyer Date: Sat, 24 Dec 2011 19:21:33 -0500 To: Helmut Frielinghaus Lieber Helmut, Vielen Dank fuer die Muehe die Dich Dein Brief gekostet hat. Ich sende Dir diese Weihnachtsgruesse ohne dass ich Neues zu berichten haette. Hier ist es sehr still. Kein Baum, keine Lieder, kein Festessen, nicht einmal ein Schallplattenkonzert des Weihnachtsoratoriums. Margaret liest. Ich spiele mit dem Rechner, schreibe Briefe und sonstiges; mit den Enttaeuschungen die unsere Leben beschatten habe ich mich laengst versoehnt. Unser Weihnachtsessen besteht aus Spiegelei. Klemens berichtet, dass Nathaniels erste Eroica Vorlesung ohne Schwierigkeiten stattgefunden hat. Weil ich mich im Datum geirrt hatte, war ich nicht zugegen. Dass Nathaniel mich nicht erinnert hat, laesst mich vermuten, dass ihm meine Abwesenheit ebenso lieb war. Das koennte ich verstehen; muss nun vorsichtig erfahren ob ihm meine Beteiligung an der Wiederholung am Donnerstag angenehm waere. Ich wuensche ich koennte Dich morgen besuchen. Wenn's auch tatsaechlich unmoeglich ist, dem Gedanken steht nichts im Wege. Dein Jochen