Sonnetten sind kluge Mittel zu vereinen morgen mit gestern. Denn was ich heute weiß unmöglich wirds zum nächsten Tage bleiben. auch nicht was gestern ich gedacht mit Fleiß Sonett, ein kluges Mittel zu vereinen die Tage die vergehn. Was heut gedacht wird keineswegs auch nur bis morgen bleiben, auch nicht was gestern mir der Geist gebracht. Heute und gestern sind verschiedne Tage, was gestern ich gedacht mit großem Fleiß Undenkbar wär es was ich heute sage. Von nun an will ich täglich mich erklären und will Gedanken und Gefühle nähren ======================== Kultur Was ist Kultur? Darf ich es fragen? Das ist Kultur! Darf ich es sagen? Gibt's überhaupt amerikanische Kultur? Ist's möglich nach Auschwitz Buchenwald und Dachau Das Wort Kultur vor Ekel in den Mund zu nehmen? Ist Disneyland Kultur? Kultur ist Lebensstil, damit der Einzelne Identität bestätigt und erbaut. ======================== Als wir uns trafen da war ich gesonnen allein und einsam leben mir zu trauen. Von einem Feuerturm würd ich die sonnen beschiennen Berge und Täler überschauen. xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Vom Turn gerettet Als ich Dich traf hat ich bei mir gedacht allein ein einsam Leben mir zu bauen. Von einem Feuerturm würd ich die Nacht, die mondbeschien'nen Täler überschauen. Säh tags vielleicht als einz'ges Lebewesen den giergen Habicht hoch am Himmel kreisen. Sonst im Gebüsch ein Rotfuchs wärs gewesen möcht das Kaninchen auf dem Rasen speisen. Dann sah ich Dich die steile Treppe wagen zum Turm wo ich gefangen war. Zwar tragen ersehnte Erdenengel keine Flügel, Sind ausgerüstet mit der Liebe Siegel. Du führst mich liebevoll hinab zur Erde dass ich an Deiner Brust nun selig werde. tragen Da hast du mich gefunden! Ich war von mir erlöst. Was kommt jetzt? Die traurige Erfüllung. Ich will dich dichten, will dich preisen, will in Sonetten, Elegien und Hymnen, will in Novellen und Romanen den Himmel nachvollziehen der uns umfing, wie einen Tempel, an dem ich dann vergehe. ======================================= Adam und Eva Mein liebes Kind, wie ich vor kurzem schrieb: der Widerspruch von Einsamkeit und Ehe warf dunkle Schatten über unsre Nähe betrübte und bedrohte unsre Lieb. Die Lehrer lächelten bei der Begrüßungsrede des Kindes das von Einsamkeit und Leid erzählt. Du aber ahntest in des Jünglings Rede den Lebensanbruch den du dir erwählt. Hab' lange über Ehe nachgedacht, unschlüssig ob ich's dürfte oder könnt'. Das Wunder Deiner Liebe hat vollbracht die Wandlung von Geschlecht in Sakrament. Das Unentbehrliche hab ich verteidigt. Das Allermenschlichste hast Du verheiligt. ------------------------ Des Gesetzes Fluch Dich hat die Traurigkeit nicht abgestoßen Die Traurigkeit des Kindes hat dich nicht abgestoßen dein Verständnis zugleich aufgehoben und vertieft Verstandest meine Angst die anzuschauen ich begehrte. der unsre Liebe zu bedrohen schien. Mein liebes Kind ich schrieb dir neulich der dunkle Schatten anfangs über uns der über uns wie eine dunkle Wolke hing Dass ich zu Heilgnstadt und Leiden mich hingezogen fühlte statt zu dir. Das lag ja schon in der Begrüßungsrede. Ich schäme mich deswegen heute fast wären wir daran gescheitert. Das Leben hat beides mir geschenkt. Der junge Mensch hat Vorstellungen was er werden will, Arzt, Anwalt Ingenieur, Wissenschaftler ich wollte Dichter und Denker werden und Poet, das ist ein innerliches Werden ich hab ein Leben durchgelebt ich weiß nichts ob ichs wiederholen wuerde, dich aber dich genauso und entschiedener.