Sonetten sind kluge Mittel zu vereinen morgen mit gestern. Denn was ich heute weiß unmöglich wirds zum nächsten Tage bleiben. auch nicht was gestern ich gedacht mit Fleiß ===================== Sonett, ein kluges Mittel zu vereinen die Tage die vergehn. Was heut gedacht unmöglich wird es bis zum Morgen bleiben, auch nicht was gestern mir der Geist gebracht. Sonett beleuchtet durch das dunkle Glas der Zeit den Diamant des hellen Seins Es sammelt liebevoll den Samennachlass der rüden Flegelei des Einmaleins. Sonett das Tor das mir den Weg erschließt zu Heiligtümern der Vergangenheit bewirkt dass gestern mich wie heut begrüßt und leise weist auf künftge Seligkeit. Was Weitres dürft ich mir vom Geist erbitten als dass er mir erschließt die ew'gen Hütten. Heute und gestern sind verschiedne Tage, was gestern ich gedacht mit großem Fleiß Undenkbar wär es was ich heute sage. Von nun an will ich täglich mich erklären und will Gedanken und Gefühle nähren Sonetten heben auf die Zeit Sonetten heben auf den Zeitennebel Sonetten heben auf der Zeiten Nebel Sonetten leuchten durch der Zeiten Nebel Dunkel auf eine große Wirklichkeit des Seins auf die erhabne Wirklichkeit des Seins und weisen auf die Wirklichkeit des Seins. Sonette sammeln lesen auf die Samen von Wahr und Wirklichkeit der Flegelei des Wissens und Wirklichkeit des Wissens Flegelei. Sonette sammeln auf die teuren Samen Sonette sammeln auf den Samennachlass den Mathematisierung hinterließ der mathemat'schen Flegelei von rüder mathematscher Flegelei den mathematsche Flegel hinterließ Sonette sammeln die Samen welche die Flegelei der Wissenschaft, der Rechnerei, entblößt ======================== Als wir uns trafen da war ich gesonnen allein und einsam leben mir zu trauen. Von einem Feuerturm würd ich die sonnen beschiennen Berge und Täler überschauen. Als ich Dich traf hat ich bei mir gedacht allein ein einsam Leben mir zu trauen. Von einem Feuerturm würd ich die Nacht, die mondbeschiennen Täler überschauen. Bei Tag vielleicht das eizge Lebewesen der gierge Habicht (Adler) hoch am Himmel kreisend. Ein Rotfuchs im Gebüsch, Hirsch oder Reh vielleicht, auch ein Kaninchen auf dem Rasen Doch dann erschaut ich Dich die Steilen Sufen steigen Da hast du mich gefunden! Was kommt jetzt? Die traurige Erfüllung. Ich will dich dichten, will dih preisen, will in Sonetten, Elegien und Hymnen, will in Novellen und Romanen den Himmel baun der uns umfing, wie einen Tempel, an dem ich dann vergehe. ======================================= Mein liebes Kind wie ich vor kurzem schrieb der Widerspruch von Einsamkeit und Ehe warf dunkle Schatten über unsre Nähe betrübte und bedrohte unsre Lieb. Die Lehrer lächelten bei der Begrüßungsrede des Kindes das von Einsamkeit und Leid erzählt du aber ahntest aus der Rede Verständnis das Dich hat die Traurigkeit nicht abgestoßen Die Traurigkeit des Kindes hat dich nicht abgestoßen dein Verständnis zugleich aufgehoben und vertieft Verstandest meine Angst die anzuschauen ich begehrte. der unsre Liebe zu bedrohen schien. Mein liebes Kind ich schrieb dir neulich der dunkle Schatten anfangs über uns der über uns wie eine dunkle Wolke hing Dass ich zu Heilgnstadt und Leiden mich hingezogen fühlte statt zu dir. Das lag ja schon in der Begrüßungsrede. Ich schäme mich deswegen heute fast wären wir daran gescheitert. Das Leben hat beides mir geschenkt. Der junge Mensch hat Vorstellungen was er werden will, Arzt, Anwalt Ingenieur, Wissenschaftler ich wollte Dichter und Denker werden und Poet, das ist eiun innerliches Werden ich hab ein Leben durchgelebt ich weiss nichts ob ichs wiederholen wuerde, dich aber dich genauso und entschiedener. Sonnetten sind kluge Mittel zu vereinen morgen mit gestern. Denn was ich heute weiß unmöglich wirds zum nächsten Tage bleiben. auch nicht was gestern ich gedacht mit Fleiß Sonett, ein kluges Mittel zu vereinen die Tage die vergehn. Was heut gedacht wird keineswegs auch nur bis morgen bleiben, auch nicht was gestern mir der Geist gebracht. Heute und gestern sind verschiedne Tage, was gestern ich gedacht mit großem Fleiß Undenkbar wär es was ich heute sage. Von nun an will ich täglich mich erklären und will Gedanken und Gefühle treulich nähren ======================== Kultur Was ist Kultur? Darf ich es fragen? Das ist Kultur! Darf ich es sagen? Gibt's überhaupt amerikanische Kultur? Ist's möglich nach Auschwitz Buchenwald und Dachau Das Wort Kultur vor Ekel in den Mund zu nehmen? Ist Disneyland Kultur? Kultur ist Lebensstil, damit der Einzelne Identität bestätigt und erbaut. ======================== Als wir uns trafen da war ich gesonnen allein und einsam leben mir zu trauen. Von einem Feuerturm würd ich die sonnen beschiennen Berge und Täler überschauen. xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx Vom Turn gerettet Als ich Dich traf hat ich bei mir gedacht allein ein einsam Leben mir zu bauen. Von einem Feuerturm würd ich die Nacht, die mondbeschien'nen Täler überschauen. Säh tags vielleicht als einz'ges Lebewesen den giergen Habicht hoch am Himmel kreisen. Sonst im Gebüsch ein Rotfuchs wärs gewesen möcht das Kaninchen auf dem Rasen speisen. Dann sah ich Dich die steile Treppe wagen zum Turm wo ich gefangen war. Zwar tragen ersehnte Erdenengel keine Flügel, Sind ausgerüstet mit der Liebe Siegel. Du führst mich liebevoll hinab zur Erde dass ich an Deiner Brust nun selig werde. tragen Da hast du mich gefunden! Ich war von mir erlöst. Was kommt jetzt? Die traurige Erfüllung. Ich will dich dichten, will dich preisen, will in Sonetten, Elegien und Hymnen, will in Novellen und Romanen den Himmel nachvollziehen der uns umfing, wie einen Tempel, an dem ich dann vergehe. ======================================= Adam und Eva Mein liebes Kind, wie ich vor kurzem schrieb: der Widerspruch von Einsamkeit und Ehe warf dunkle Schatten über unsre Nähe betrübte und bedrohte unsre Lieb. Die Lehrer lächelten bei der Begrüßungsrede des Kindes das von Einsamkeit und Leid erzählt. Du aber ahntest in des Jünglings Rede den Lebensanbruch den du dir erwählt. Hab' lange über Ehe nachgedacht, unschlüssig ob ich's dürfte oder könnt'. Das Wunder Deiner Liebe hat vollbracht die Wandlung von Geschlecht in Sakrament. Das Unentbehrliche hab ich verteidigt. Das Allermenschlichste hast Du verheiligt. ------------------------ Des Gesetzes Fluch Dich hat die Traurigkeit nicht abgestoßen Die Traurigkeit des Kindes hat dich nicht abgestoßen dein Verständnis zugleich aufgehoben und vertieft Verstandest meine Angst die anzuschauen ich begehrte. der unsre Liebe zu bedrohen schien. Mein liebes Kind ich schrieb dir neulich der dunkle Schatten anfangs über uns der über uns wie eine dunkle Wolke hing Dass ich zu Heilgnstadt und Leiden mich hingezogen fühlte statt zu dir. Das lag ja schon in der Begrüßungsrede. Ich schäme mich deswegen heute fast wären wir daran gescheitert. Das Leben hat beides mir geschenkt. Der junge Mensch hat Vorstellungen was er werden will, Arzt, Anwalt Ingenieur, Wissenschaftler ich wollte Dichter und Denker werden und Poet, das ist ein innerliches Werden ich hab ein Leben durchgelebt ich weiß nichts ob ichs wiederholen wuerde, dich aber dich genauso und entschiedener. Adam und Eva Mein liebes Kind, wie ich vor kurzem schrieb: der Widerspruch von Einsamkeit und Ehe warf dunkle Schatten über unsre Nähe betrübte und bedrohte unsre Lieb. Die Lehrer lächelten bei der Begrüßungsrede des Kindes das von Einsamkeit und Leid erzählt. Du aber ahntest in des Jünglings Rede den Lebensanbruch den du dir erwählt. Hab' lange über Ehe nachgedacht, unschlüssig ob ich's dürfte oder könnt'. Das Wunder Deiner Liebe hat vollbracht die Wandlung von Geschlecht in Sakrament. Das Unentbehrliche hab ich verteidigt. Das Allermenschlichste hast Du verheiligt. Dein Bild Nicht nur ein einz'ges Bild, ich meine eine Bilderreihe wie heutzutage machbar ist. wo du als Säugling erst, dann durch die Kinderjahre als Schülerin erscheinst, langsam entwickelnd zu der reifen Frau in die ich micht verliebte und an die ich mich verlor. Seit wir uns trafen ward dein Bild zum Spiegel meines Lebens darin ich mich erkannte und erkenne, Kalender meiner Sehnsucht, meiner Freuden, meiner Feste, meiner Träume dran ich die Monate, die Jahre messe. Dann der unerbittliche Verfall, unverkennbare Verfall der auch mein Dahinwelken besagt. Blick jetzt darin zurück, ein Katalog des Lebens der mir bezeugt was ich erwarb, was ich besaß, was ich verloren hab. Was ich einst war, und was ich nicht mehr bin, und was ich nie mehr werden kann. Deine Bilderreihe ist der Kalender meines Daseins. Zuviel, zuviel verlang ich.