Memorial Gedenken Gedächtnis Erinnerung(sfeier) Totenfeier Der Körper ist dahin; nun wollen sie die Seele töten Die unbegrabne Leiche ist unerträglich, stinkt, ebenso die ungefeierte Seele. A memorial service serves the destruction of memory, The function of the funeral (memorial) service is to mask real memory and to replace it with fictions, not to remember Margaret but to suppress the memories of her. since it replaces real memory with fraud. To embalm the spirit, or if you will the soul, with fantasy and fraud in a manner analogous to the morticians embalming the body The irony of a party to celebrate the memory of a woman who never gave a party in her life. The party as institutionalized vulgarity. Der brünstge Eifer der Sopranistin Der Sopranistin brünst'ge Leidenschaft Die sich mit Ihrem Heiland im Duet verbindet Sich mit dem Heiland im Duet verbindend Trauer und Leid verschwindet Die keusche Brunst der Sopranistin Bekümmernis Barock Der Sopranistin melodienhafte Brunst erscheint vertarnt als heilger Seelenschmerz. Sie wirbt sich flehend um des Heilands Gunst und opfert ihm ihr keusches heißes Herz. Ihr Lied hat mir ein neu Gefühl erweckt und unsrer Lieb ein weitres Ziel gesteckt, denn du mein Kind, hab ich bei mir gedacht, hast himmlisch bessere Partie gemacht als je mit mir. Was soll ich tun da ich nun müd und überflüssig mir erscheine. Was wird aus mir? So frag ich dich und mich. Gibt es in deiner neuen Wohnung keine Kammer wo wenn wir fromm und brünstig glauben wir küssen dürfen? Würd' Er es erlauben? Der Heiland ist Dein neuer Bräutigam Mir ist bestimmt zu sein Eu'r Opferlamm Was kann ich sein als euer Opferlamm wen Du ihn ehelichst, was wird aus mir? Kein wenig Eifersucht, nicht die geringste, Dein Glück das einzge das mir wichtig ist bin für dich glücklich dass du selig bist. Wir haben, ach zu viel Kantaten angehört und schließlich ist es wahr geworden, Herr Jesu ist der rechte Bräutigam Nun hast du ihn, und nun bin ich's. ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wir, du und ich, zu viele Bach Kantaten andachtsvoll gefolgt. auch heute glaube ich sie haben recht. Und immer stets das eine Thema, Herr Jesu ist der rechte Bräutigam, und nun bin ichs, der vor der Türe steht un klopfet an. Ich bitte dich, vergiss mich nicht, Nun da du drinnen bist, schließ mir das Himmelstor von Innen auf, Bekanntlich sind wo du bist viel wohnungen bereit. Ich aber bitte um ein kleines Zimmer unterm Dach wie in der Bergblickstrasse, Du besinnst Dich. den großen gemeinsamen Schlafsaal bitt ihn erspar mir. Ich muss gestehn mich machts ein wenig traurig zu überlegen wie du mit dem Herrn Jesu kuschelst statt mit mir, im Grunde bin ich mit menage a trois zufrieden, muss es sein. der dritt im Bunde. Die erstklassigen Beziehungen die du erworben, vergiss mich nicht, und nütz sie für mich aus genügt mir wenn Du in mein Zimmer schaust du brauchst nicht sagen ich liebe ich, sag nur wir haben uns geliebt. XXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXXx Was kommt jetzt? Die traurige Erfüllung. Ich will dich dichten, will dih preisen, will in Sonetten, Elegien und Hymnen, will in Novellen und Romanen den Himmel baun der uns umfing, wie einen Tempel, an dem ich dann vergehe. ======================================= Mein liebes Kind ich schrieb dir neulich der dunkle Schatten anfangs über uns der über uns wie eine dunkle Wolke hing Dass ich zu Heilgnstadt und Leiden mich hingezogen fühlte statt zu dir. Das lag ja schon in der Begrüßungsrede. Ich schäme mich deswegen heute fast wären wir daran gescheitert. Das Leben hat beides mir geschenkt. Der junge Mensch hat Vorstellungen was er werden will, Arzt, Anwalt Ingenieur, Wissenschaftler ich wollte Dichter und Denker werden und Poet, das ist ein innerliches Werden ich hab ein Leben durchgelebt ich weiß nichts ob ichs wiederholen wuerde, dich aber dich genauso und entschiedener. =============================== Dein Bild Nicht nur ein einz'ges Bild, ich meine eine Bilderreihe wie heutzutage machbar ist. wo du als Säugling erst, dann durch die Kinderjahre als Schülerin erscheinst, langsam entwickelnd zu der reifen Frau in die ich micht verliebte und an die ich mich verlor. Seit wir uns trafen ward dein Bild zum Spiegel meines Lebens darin ich mich erkannte und erkenne, Kalender meiner Sehnsucht, meiner Freuden, meiner Feste, meiner Träume dran ich die Monate, die Jahre messe. Dann der unerbittliche Verfall, unverkennbare Verfall der auch mein Dahinwelken besagt. Blick jetzt darin zurück, ein Katalog des Lebens der mir bezeugt was ich erwarb, was ich besaß, was ich verloren hab. Was ich einst war, und was ich nicht mehr bin, und was ich nie mehr werden kann. Deine Bilderreihe ist der Kalender meines Daseins. Zuviel, zuviel verlang ich. ==================== Da hast du mich gefunden! Ich war von mir erlöst. Was kommt jetzt? Die traurige Erfüllung. Ich will dich dichten, will dich preisen, will in Sonetten, Elegien und Hymnen, will in Novellen und Romanen den Himmel nachvollziehen der uns umfing, wie einen Tempel, an dem ich dann vergehe. ======================================= Kultur Was ist Kultur? Darf ich es fragen? Das ist Kultur! Darf ich es sagen? Gibt's überhaupt amerikanische Kultur? Ist's möglich nach Auschwitz Buchenwald und Dachau Das Wort Kultur vor Ekel in den Mund zu nehmen? Ist Disneyland Kultur? Kultur ist Lebensstil, damit der Einzelne Identität bestätigt und erbaut. ======================== Warum betrachtete Gesetz ein Fluch Der heilge der die Galater bekehrte Die Frag die ich mir jahrelang gestellt Gesetz schaft Ordnung in der Welt Gesetz vereinbart Innen mit dem Außen Erst jetzt ganz langsam wird mir's klar Dass sich nicht alles Paulus betrachtete Gesetz als Fluch Weil Menschen nicht gehorchen wie im Buch geschrieben steht sondern mit eigenen Verstehen ============================== unendlich ist die Sehnsucht die ich fühl du aber, Liebling, hab ich mir gedacht Mein Kind, der letzte Brief den ich dir schrieb Mein letzter Brief ein neu Gefühl erweckt ich bin zuversichtlich hast =================================== Posthume Scheidung Sie haben unsres Glückes uns beneidet Die drei Geschwister die Du mir vererbt, haben sich nie mit unsrer Lieb bescheidet und hätten gern die Ehe uns verderbt. Sie haben unsres Glückes uns beneidet Die drei Geschwister die von Dir erworben, haben sich nie mit unsrer Lieb bescheidet und hätten gern die Ehe uns verdorben. Hätten uns gern geschieden umso mehr Weil es unmöglich war uns zu verkennen. Die Dich zu pflegen unterließen hoffen sehr es sollte jetzt gelingen uns zu trennen. Sie feiern deshalb Dein Gedächtnis ohne mich. In ihren Kreis woll'n sie zurück dich holen, als hätt' ich Dich von ihnen einst gestohlen. Ich weiß erstaunt im Grabe drehst du Dich. Sie feiern Dein Gedächtnis ohne mich. Die Gabe in ihren Kreis woll'n sie zurück sich holen, als hätt' ich Dich von ihnen einst gestohlen. Ich weiß du drehst erstaunt Dich um im Grabe. Bewein sie nicht, lach' ihnen ins Gesicht, und frag mit strengem Blick, Ihr schämt Euch nicht?