Lieber Herr Nielsen, Ein weiteres Mal, Dank für Ihren verständnisvollen Brief. Erlauben Sie mir noch einmal Übertreibung als das Wesen der Sonetten zu betonen. Das tatsächliche Leben ist um vieles mehr prosaisch und weniger erregend. So, zum Beipsiel, ist gestern ein erneuter freundlicher Briefwechsel von gedämpfter Sachlichkeit mit meinem Schwager Alex entstanden. Ich bin bestrebt intra-familiäre Streitigkeiten im Angedenken meiner Frau, und besonders deshalb, mit allen verfügbaren Mitteln zu beschwichtigen. Die Eingaben ans Revisionsgericht, 55 Bände von schätzungsweise 40 Kg. sind zur Verfrachtung bereit sobald das Revisionsverfahren offiziell anerkannt ist, eine geheimnisvolle und ich glaube absichtliche Verzögerung, welche bei der letzten Runde 85 Tage in Anspruch nahm, vermutlich weil das Landesgericht Bedürfnis spürt seinen Unmut über die Revision zum Ausdruck zu bringen. Die wesentliche Eingabe "the Brief for the Appellant" ist Ihnen bei http://home.earthlink.net/~ej4meyer/All18.doc zugänglich. Betreffs der Sonettensammlung welche ich inzwischen mit zwei Gedichten erweitert habe, möchte ich Sie bitten, die kleinen Bemühungen nicht zu überschätzen. Es sind grillenhafte Spielereien eines alten Mannes mit der ich mir die Wartezeit verkürze. Ich halte für möglich dass diese kleinen Gedichte zum Teil jedenfalls albern sind, und sehr schlecht, richtiges Ofenfutter, wie ich es vor einigen Monaten benannte. Ich selber erlaube mit kein Urteil, aber die Leichtigkeit und Gewissenlosigkeit mit der sie zustande kommen finde ich verdächtig. Seien Sie und Ihre Frau herzlich gegrüßt. Jochen Meyer