Lebenswende I Beim Überlesen unserer vielen Briefe kam ich an einen Schicksalspunkt der Wende, ein klarer Blick in unsres Daseins Tiefe wo's Leben sich entschied bis an sein Ende. Es war im Jahre neunzehnhundertfünfzig, im Januar, ich auf dem Weg zurück am Markusplatze Drei besucht ich Dich. Ein Brief von Dir erzählt von unserm Glück. Es sollt nicht währen. In der Bergblickstraß befiel mich Kummer größer denn als je. Das Glück der jüngsten Tage ich vergaß und klagte Dir mein übergroßes Weh. Zu groß für nur ein einziges Sonett. Morgen ist Zeit genug, geh jetzt zu Bett. Lebenswende II Ich schrieb dass ich benötigte ein Zimmer worin ich mich geborgen fühlt, mit wen'gen verständisvollen Menschen, vielleicht auch leer dass mir des Marktes Fülle sei unerträglich Ich fleht dich an dich zu entscheiden einzutreten mich zu trösten und hinter dir zu schließen, doch bitte nicht die Tür zu sperren der Kälte wegen oder vielleicht auch fortzugehen.Dann würde ich die Tür sacht schließen hinter Dir wenn keine Gefahr mehr wäre dich zu verletzen.