Dein Sterben Ganz langsam hat Dein Sterben angefangen Unmöglich heut das Jahr, den Monat gar im Rückblick zu bestimmen. So leise hub es an. Ein Fehler anzunehmen dass der Tod Plötzlich als Blitz, als Donnerschlag das Leben Entreißt. Auch das kommt vor, Beim Schlag, beim Herzanfall. Eher häufig ist das hingezogne Sterben das erst im Wachstum sich erkenntlich macht, Mit oftmals unscheinbarem Ursprung und unvorhersehbaren Folgen. Unsicher warst als Du den Hörer hobst zum Buchen des Termins. Wer war es doch der anrief. Den Namen sollt ich kennen. und trotzdem kann ich ihn nicht nennen. Erinnere mich doch bitte an das Heute. den Tag der Woche und die Tageszahl. Und welcher Monat, welches Jahr, Erinnere mich eh ich's vergesse. Ich weiß nicht wo wir sind, ich will nach Haus. Wo sind wir eigentlich? In Belmont nicht. Und wer bist du? Ich kenne Dich Doch wie du heißt erinnr' ich nicht. Auf deinen Namen komm ich wirklich nicht. Du sagst verheitatet? mit dir? unmöglich. Du meinst ich hätte dich gewählt? Ich hab sie alle durchgezählt. Mein Denken ist ja völlig durcheinander. Ich weiß nichts als zu bitten: Rette mich Lass uns nach unserm Hause gehn Nicht hier, woanders, meine ich. Monatelang gings so dahin. Von Tag zu Tag kein Unterschied bemerkbar war. Verändrung plötzlich unverkennbar Nur selten besser. Meist bergab. Wie lange möchts so weitergehn fragt ich, Und hoffte nur dass mirs gegeben sei Dir bis ans Ende beizustehn Und nimmer von Dir fortzugehn.