Am Meer II Der denkbar tiefste Einschnitt in mein Wandern: Dein Tod. Vorher und nachher klaffen auseinander. Unüberbrückbar ist die Felsenspalte, trennt aussichtslos das Neue und das Alte. Wird einst auch mich verschlingen. Dies nicht der Ort. Morgen vielleicht, sonst später. Die Angst ist fort. Warte geduldig. Was kommt ist unvermeidlich. Ich freue mich. Ist Freude unverzeihlich? Wie wenn am Strand die hohe Well' erscheint, sich über mich ergießt. Ich warte drauf, sehnsüchtig dass sie mich mit Dir vereint, stürz mich hinein, doch tauch ich wieder auf. Bald aber holt sie mich. Mir ist nicht bange. Trägt mich zu Dir. Es dauert nicht mehr lange.