O glückliche Veränderung: Weihnachten, Ostern, Sonnenaufgang Unglückliche Veränderung: Karfreitag, Sonnenuntergang Was wär's das sich verändert? Die Welt, die Wirklichkeit, das Bild? Die Veränderung einer "historischen" Tatsache - im Erzählen, im Gemüt, in der Verinnerlichung, in der Besinnung Die Veränderungserscheinung als Merkmal der "Gegenwart", e.g. Sonnenaufgang und Untergang, gekennzeichnet durch den Streit des wahrgenommenen Bildes mit dem Nachbilde (after image) Besinnung als "Feststellung" der Veränderung, - denn nur das Feste, nur das Bleibende ist uns "wirklich". Erkenntnis als "Feststellung" der Veränderung. Bewegung als Veränderung des Ortes Besinnung auf den Tod, auf den (Sonnen)Untergang. Beobachtung des Todes, des (Sonnen)Untergangs. Trauer über den Untergang, über den Verlust. Freude über den Aufgang, über das Geschenk. Das Nachbild als Erklärung der Veränderung. Sehnsucht, Erwartung, Hoffnung =============================== Sonnenuntergang Von welchem erhabenen Ort auch immer ich auf die blutend rote Sonne am Abendhimmel blicke, weiß aus Erfahrung dass sie untergeht, obwohl ich dieses Untergehen nie gesehen, und heute Abend nicht zu sehen ich vermag, dass sie wird wirklich untergehen. Nur dass ein kleines Stück von ihr noch bleibt. Tatsächliche Bewegung aber hab ich noch nie werd ich niemals sehen. Was immer ich sehe ist "da", bewegt sich nicht. Die Bewegung ist ein Beschluss von mir. Verstehe wohl die kinematsche Illusion die vortäuscht die Bewegung zu sehen oder genauer wohl, gesehn zu haben. Der Wissenschaftler aber weiß, dass im Nachziehn der Bewegung die Augen nur kleine Schritte machen um scheinbar willentlich dem sich bewegenden Objekt zu folgen. ohne dass sie den tatsächlichen Moment Bewegung zu gewähren möchten. Oder aber wie an den Gegenstand der sich bewegt gekettet sich befinden. In diesem Augenblicke dann bewegungslos im Hinblick auf das was sich bewegt; wie in dem Zug oder dem Flugzeug wo ich sitz und das mich eilend in die Ferne trägt indess ich von dem Platz auf dem ich Sitze von dem Mitreisenden der mich begleitet durch keine Bewegung getrennt werde. Bewegen oder scheinbar bewegen tut sich dann nur die Welt, die Erde, die Landschaft draußen wie ich sie durchs Fenster erblicke. Was wäre es dann das mir von der Bewegung unter dem Strich verbliebe? Sakkadensatz der Augen. So lange die Sonne noch nicht untergegangen ist, ist die Veränderung nicht geschehen. Wenn einmal die Sonne untergegangen ist, ist die Veränderung geschehen, aber in der Vergangenheit. Veränderung nie in der Gegenwart, in der Gegenwart nur Beständigkeit. Veränderung in der Vergangenheit. Wenn nun aber der Himmel bewölkt ist, weiß ich nicht ob oder nicht die Sonne untergegangen ist, aber weil die Möglichkeit besteht, dass die Wolken sich teilen und die Sonne aufs Neue erscheint, hege ich die Annahme, dass die Sonne noch nicht untergegangen ist. Tatsache aber ist, dass ich den Untergang der Sonne immer nur in der Vergangenheit erkenne. beurteile ich dass die Sonne untergegangen ist