Besinnung wird zur Philosophie sobald sie ausgesprochen, sobald sie beschrieben, sobald sie in Worten erklärt wird. Die Sprache schafft das Denken, das Denken schlägt als Philosophie nieder. Die Besinnung ist im Grunde Besinnung auf die Beschränktheit der Sprache, und dient die Philosophie aufzulösen, zu unterminieren; ist demgemäss jenseits der Philosophie, deren mächtiger oder ohnmächtiger Schatten. Platons Gespräche, Aristoteles Aporien sind ursprüngliche Beispiele, Demonstrationen der sprachlichen Begründung, des sprachlichen Urgrunds der Philosophie. Seitdem das Bestreben die Sprachgebundenheit der Existenz zu überwinden. Die Schriften des Aristotekes sind der ursprüngliche Katalog. Philosophie ist ihrem sprachlichen Wesen gemäß gesellschaftlich, entspringt dem Zusammendenken der Menschen und fördert das Zusammendenken der Menschen. Besinnung, hingegen, ist asozial, individualisierend, verinnerlichend, führt die in Sprache auftretende Philosophie zum Ich, zum Inneren, zum "Unsagbaren", zum Subjektiven zurück. Margarets Ablehnung von Melancholia als Selbstzufriedenheit; als Rechtfertigung eines seichten Frohsinns, als Leugnen der katastrophalen Tiefe der Existenz. Behebung der (Pseudo?) Melancholie durch die Musik. Die Schallplattenmusik als Tarnkappe für die Traurigkeit. Es geht mir besser, wenn ich eine Platte auflege. Hören Sie sich doch die Matthäuspassion an! Diagnose des Raumes aus der Sprache. Die Worte sagen alles Sagbare, geben alles Sagbare wieder. Dichtung ist die Kunst das Gesprochene oder Geschriebene Zur Besinnung zu bringen, zu verinnerlichen. Raum, Room, Space, Spazieren Platz, Place, Spot, Fleck, Ort, Site, Locus, Location Philologie nicht mathematische Logik ist die Urwissenschaft.