Lieber Herr Nielsen, Ihnen und Ihrer Frau wünsche ich eine unbeschwerliche Reise. Ich freue mich auf die Gelegenheit Sie wieder einmal persönlich zu begrüßen. Wie schnell vergehen nicht die Tage und Wochen, eine nach der anderen. Ich besinne mich auf die Kantate 26, "Ach wie nichtig, ach wie flüchtig." "So schnell ein rauschend Wasser schießt, So eilen unser Lebenstage. Die Zeit vergeht, die Stunden eilen, Wie sich die Tropfen plötzlich teilen, Wenn alles in den Abgrund schießt." und erinnere die vielen Wasserfälle die ich in meinem Leben bestaunt habe; der Radauer Wasserfall im Harz war der erste, Takakkaw Falls im kanadischen Felsengebirge der großartigste, aber am zugänglichsten und am vertrautesten eine Kette von kleineren Fällen die sich von Franconia Ridge in den White Mountains ins Tal stürzen, kaum drei Stunden Autofahrt entfernt. Ein Wanderweg, the Falling Waters Trail, begleitet das Gefälle zum dem meine Frau, mein Sohn und ich des öfteren an heißen Sommertagen zuflucht nahmen, - als sie noch lebte und ich noch wandern konnte. Seit Jahren sind in meinem Gemüt jener Sturzbach und die Melodieen der Kantate untrennbar verflochten; umso mehr in den letzten Monaten wo's unverkennbar immer schneller abwärts geht. Im Kielwasser des Einbruchs in das unvollendete Haus aud Nantucket, wird das Betragen der Nantucket Polizeibehörden zunehmend absonderlich und skurril. In seinem letzten Schreiben mutmaßte der Kriminalbeamte: "Just trying to think outside the box a little, could the cameras have lowered on their own? Which is to say, were they flimsy and/or not tight enough to stay propped up correctly? I guess I would doubt that all of them lowered at the same time though... Strange case." Erinnert mich an Richter Adam und den Zerbrochnen Krug. Bei aller Bewunderung für dies wunderbare Lustspiel, hätte ich mir nie träumen lassen so etwas selbst zu erleben. Also noch einmal: Gute Reise!! Herzliche Grüße an Sie beide. Jochen Meyer