Concerning Joë Meyer, Antonie Gerson reports: “He was liked by nobody, particularly not by us children. He was always filing lawsuits and battling with lawyers. He was a very domineering person. Besides, he was constantly borrowing money from the family which he repaid with wholly devalued currency. I remember that my father laughed and sent me out quickly to buy a few groceries, because during the inflation of 1923, prices were rising from day to day." 3. Elfriede Rosenthal und Joë Meyer Elfriede Rosenthal, geboren am 9. Dezember (bzw. 12.9.) 1875, verstorben am 15. Juli 1934 in Deutschland, „war eine sehr schöne, dunkelhaarige, sehr ernste Frau,“ so Antonie Gerson. Sie heiratete am 6. September 1895 Joe Meyer, geb. am 7. Juni 1865 in Oerlinghausen als Sohn von Isaak Meyer und Emilie Heine Herzberg und Vetter ihres Schwagers Gustav Meyer. „Ihn mochte niemand, besonders wir Kinder nicht. Er klagte ständig vor Gericht, kämpfte mit Anwälten und war eine sehr dominante Person. Außerdem borgte er sich ständig Geld von der Familie und zahlte mit vollständig abgewertetem Geld zurück. Ich erinnere mich, daß mein Vater lachte und mich rausschickte, um mit dem Geld schnell ein paar Lebensmittel zu kaufen, weil die Preise während der Inflation 1923 täglich stiegen.“ Sein Enkel Ernst Jochen schreibt: „Infolge von Antonies Kritik sehe ich nun meinen zugegebenen problemtischen Großvater als eine tragische Gestalt, auch in Beziehung zu Elfriede und zu seinen drei Söhnen, und nun tröste ich mich für meinen Großvater mit meinem Lieblingszitat aus dem Buch Jesaja 53, 1-5.“ 65 Hier ist die Rede von einem, der häßlich, unwert und verachtet war, aber für die Missetaten anderer von Gott bestraft wurde, damit sie geheilt wurden. „Ihn mochte niemand, besonders wir Kinder nicht. Er klagte ständig vor Gericht, kämpfte mit Anwälten und war eine sehr dominante Person. Außerdem borgte er sich ständig Geld von der Familie und zahlte mit vollständig abgewertetem Geld zurück. Ich erinnere mich, daß mein Vater lachte und mich rausschickte, um mit dem Geld schnell ein paar Lebensmittel zu kaufen, weil die Preise während der Inflation 1923 täglich stiegen.“ Das ist eine Kundgebung von Menschenverachtung die Josef Goebbels, der ehemalige Student von Friedrich Gundolf kaum hätte überbieten können, besagt sehr wenig über meinen Großvater, etwas mehr über Antonie Gerson, sehr viel aber über den Menschenhass, und alles über den Anti-Semitismus. Denn der Antisemitismus ist Inbegriff des Menschenhasses und ist als solcher, der Gegensatz zur Agape, zur Menschenliebe. Bestätigt über dies meine Annahme, dass die beiden Religionen nur als eine Einzige verstanden werden können, und, wie Hajo Meyer betont, wir nicht nur von den Christen, sondern auch von den Juden lernen können, was Menschenhass bedeutet.