Die Physik verleugnet und verkennt die Dreifaltigkeit der Zeit. Die ewige Gegenwart in der ich lebe, ist ihr unbegreiflich. Sie weiß nur von Vergangenheit und Zukunft und ist erpicht darauf sie in ein Kontinuum zu verschmelzen indem so etwas wie Gegenwart nichts mehr als eine substanzlose virtuelle Fläche (hypersurface of the present) von verschwindendem Ausmaß erscheint. Meinerseits muss ich mich hüten Vergangenheit und Zukunft verachtend, zu übersehen und zu verschweigen welch große Bedeutungen beide Vergangenheit und Zukunft nicht nur in meime Verständnis der Welt, sondern auch für mein Gedeihen in ihr unentbehrlich sind. Der Unterschied zwischen Vergangenheit und Zukunft wie ich sie erlebe und wie sie in der mathematischen Kosmologie dargestellt werden, ist dass sie aus kosmologische Sicht wie zwei gestülpte Trichter erscheinen. Weil die Strömung des Lichts sich nicht unverzögert ausbreitet sondern eine begrenzte Geschwindigkeit hat, erweitert der Verlauf der Zeit gemäß der mathematisch physikalischen Theorie das Gesichtsfeld, indessen gemäß meines eigenen Erlebens, der Verlauf der Zeit die Gedächtnisregale ausräumt bis sie von Erinnertem völlige leer sind. Die Mathematik konstruiert eine sich selbst genügsame Gedankenwelt welche mit der tatsächlich erlebten unvereinbar ist, und diese zu überschwemmen, zu überwältigen droht. Infolge der Lichtgeschwindigkeit bestimmt die Zeit den Raum. Wenn der Raum nur über ein Bestehen verfügt das abhängig ist von der Geschwindigkeit des Lichtes, warum sollte der Raum insofern er meine "Vorstellung" ist, nicht über ein engeres Bestehen verfügen das abhängig nur von meinem Empfinden ist? Denn meinem Erleben des Raumes, meinem Raumbewusstseins ist Lichtgeschwindigkeit unbegreifbar. Tatsächlich aber ist meine Kenntnisnahme des Bildes um vieles langsamer als die Lichtgeschwindigkeit. Im Augenblick wüsste ich nicht festzustellen, was diese Langsamkeit besagen möchte. Die Konstruktion und Rekonstruktion der Vergangenheit. Die Vergegenwärtigung des Gewesenen. Das Stichwort zum Verständnis der Zeit ist Hysterese, das natürliche und unvermeidlich Nachwirken des Geschehens. Eine sehr wichtige und vielleicht entscheidende Feststellung beträfe die Wahrnehmung, das Erleben, das Verstehen, das Deuten der mathematisch-physikalischen Berechnung. Das wären Beobachtungen welche möglicher Weise von beträchtlichen Folgen für den Verlauf der mathematischen Wissenschaften wäre. Ich stehe unter dem Eindruck, der irrig sein möchte, dass mathematische und physikalische Spekulationen welche den zeitgenössischen gemeinschaftlichen wissenschaftlichen Geist beseelen, das Wort Herdengeist will ich ausdrücklich vermeiden, welche über eine so stark beschränkte Deutung verfügen, dass es passend, konstruktiv und erbaulich wäre, sie kritisch zu untersuchen. Keine Vorstellung ist zu exotisch um die sich fortschreitend entwickelnden Wissenslücken auszustopfen; alle Spekulationen sind vorläufig und werden dann durch ihre Dauer legitimiert und mit schwer oder unverständlichen mathematischen Theorieen untermauert....